Social-Media-Talk Interview mit Peter Breuer

Social-Media-Talk Interview mit Peter Breuer

Peter habe ich kennen gelernt, da war er jemand anders. Also er schrieb als jemand anders. „Jana Van Lynden“ hieß der Account bei Twitter glaube ich, der mich 2008 prima unterhielt und oft zum Lachen brachte. Irgendwann habe ich dann rausgefunden, das Peter diesen Account betrieb. Das fand ich nicht lustig. Bis mich dann „Pril  – schmeckt lecker nach Hähnchen“ voll und ganz entschädigt hat.

Peter ist für mich nicht wegzudenken aus meiner Twitter- und Facebook Timeline. Ich kenne keinen, der so viele tolle Ideen mit seinen Mitmenschen teilt. Er ist kreativ für zehn und gerade seine vermeintlich schnell mal gemachten Postings sind oft eine Sensation. Zudem kann man ihn auch offline genießen – viele seiner besten Tweets gibt’s in seinem eigenen Buch.

Mit Peter habe ich bisher nur telefoniert. Leider. Er gehört ohne Zweifel zu denjenigen, die ich sehr gerne mal live treffen würde. Ob zu einem Hähnchen oder einem Bier, wäre mir egal. Ich freue mich, dass er meine Fragen hier beantwortet hat:

 

Bitte nenne uns deinen Vor- und Nachnamen

Peter Breuer

 

Bitte erzähle etwas über dich. Wo du herkommst, wo du wohnst, was du gerne machst. Oder was auch immer du anderen über dich sagen möchtest.

Als Kinde wollte ich gerne Erfinder werden. Dass weder ein Germanistik- noch ein Designstudium die idealen Voraussetzungen für eine Patentanmeldung sind, hat mir niemand gesagt. Tatsächlich war der einzige wirklich hoch dotierte Designpreis in meinem Leben eine Erfindung. Und die Million-Dollar-Idee kommt noch – das spüre ich.

 

Gib uns drei Hashtags, die dich kurz und prägnant beschreiben

#keinehashtags

#etkuettwieetkuett

#einfachmachen

 

Was machst Du im Augenblick beruflich?

Ich arbeite als Texter und habe selten weniger als vier verschiedene Word-Dokumente geöffnet: Für ein großes Möbelhaus aus Skandinavien arbeite ich an HR-Marketing-Strategien, entwickle Ideen für das Magazin einer Umweltorganisation und jetzt gerade setze ich ein Konzept für ein Kochbuch um, das im September erscheinen wird.

 

Wie kamst Du dazu, Social Media beruflich zu machen?

Zufall. Ich habe mich bei Twitter angemeldet, weil ich neugierig war. Bei Facebook war es genauso. Xing habe ich mal ausprobiert, fand es aber langweilig und mit Snapchat ist nun der Punkt erreicht, an dem ich glaube, nicht mehr alles ausprobieren zu müssen.

 

Social Media ist ein breites Feld geworden. Auf welcher Spielwiese fühlst du dich am wohlsten und warum?

Inzwischen Facebook. Twitter ist inzwischen wahlweise Kampftexten von Witzemachern oder Spielwiese von Demagogen. Facebook ist wie eine Kneipe, in der ich mich bei vielen freue, sie zu sehen und bei Pöblern einfach die Tür zumachen kann.

 

Was ist oder war dein größter, persönlicher Social Media Erfolg?

Kann ich so nicht sagen. Natürlich freue ich mich, wenn ein Post gemocht wird, aber ich hüpfe dann nicht um den Schreibtisch und feiere, dass etwas „viral gegangen“ ist. Worüber ich mich wirklich freue, sind Posts von z.B. Reeto von Gunten, der ganz oft tolle Künstler vorstellt. (Aber auch die haben meist gar nicht so viele „Likes“.)

 

Wenn du eine Sache auf einer Social Media Plattform ändern dürftest, was wäre das?

Ich war sehr lange gegen eine Klarnamenpflicht in sozialen Netzwerken. Die Entwicklung der letzten 15 Monate hat mich umdenken lassen: Wer gegen Gesetze verstößt, sollte auch dazu stehen müssen.

 

Tools sind wichtig um Zeit zu sparen oder effizient zu sein. Viele interessiert, mit welchen Tools Social Media Profis arbeiten. Was nutzt du gerne und warum?

Ein explizites Social Media Tool benutze ich nicht, kenne aber einige. Nur glaube ich, dass der Erfolg oder Misserfolg einer Social Media Strategie von der Idee abhängt und nicht von einzelnen „impactstarken“ Formulierungen oder dem richtigen Zeitpunkt eines Postings. Einen meiner liebsten Tweets habe ich um 1.15 Uhr nachts geschrieben – so what?

 

Gib uns einfach deine Gedanken zu … Twitter

Die Idee von Twitter – eine Chronologie von Kurzmeldungen – war toll, das Geschäftsmodell hinkte leider immer etwas hinterher. Inzwischen ist Twitter für die Leute der ersten Stunde mausetot: Kaputtgespielt von YouTubern, Promis und der schieren Größe von Accounts, deren Retweets die Timelines atomisieren. Das wird nix mehr.

 

Gib uns einfach deine Gedanken zu … Facebook

Facebook ist durch das symmetrische Folgen und die Möglichkeiten, Bilder, Videos und Texte zu kombinieren, mein Lieblingsnetzwerk. Was mich stört, ist dasselbe wie bei Twitter: Ich möchte Nachrichten zufällig und chronologisch sehen, nicht sortiert und nicht nach Wichtigkeit sortiert. Serendipität ist schließlich das, was mich interessiert.

 

Gib uns einfach deine Gedanken zu … Instagram

Mag ich gerne. Nicht als fotografische Kunstform, sondern als sehr freundliches Netzwerk mit zum Teil privateren und emotionaleren Nachrichten als die beiden Text-Netzwerke.

 

Gib uns einfach deine Gedanken zu … Snapchat

Habe ich mir angesehen, gefällt mir nicht. Aber das ist kein Vorwurf: Ich bin 51 Jahre alt und fände es lächerlich, würde ich mit Skaterklamotten durch die Welt laufen.

 

Gib uns Links – Wo findet man dich in den sozialen Netzwerken?

twitter.com/peterbreuer
facebook.com/peterbreuerhamburg
instagram.com/peter_breuer

 

Was du immer noch zum Thema Social Media sagen wolltest, aber keine passende Frage dafür da war:

Jeder sollte das so machen, wie sie/er will.

Lieber Peter, vielen Dank für deine Zeit und die Beantwortung unserer Fragen. Es hat mich sehr gefreut, dass du dir dafür Zeit genommen hast.

 

 

Torsten

Gründer und Inhaber der Internetagentur numero2, zertifizierter Social Media Manager und Social Media Enthusiast. Verfügbar auf (fast) allen Social Media Plattformen. Spezialist für digitales Marketing und Kampagnen.

1 Kommentar

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  • Hallo Torsten,

    den Peter schätze ich selber ebenfalls sehr, und das in eigentlich allen Netzwerken. Spontane Kreativität ist einfach sehr unterhaltsam. Allerdings sehe ich die Sache mit Twitter und Facebook exakt anders herum, wobei Peters Posts in der Tat mit zu den Highlights auf FB gehören – aber das ist ja auch Geschmacksache. Schön, dass Peter hier zur Sprache kommt. Bei Snapchat kann ich nur zustimmen, ödet mich extrem an und ist nichts von Dauer, das hat glaube ich weniger mit dem Alter, sondern mit Haltung und Interesse zu tun. Plag dagegen finde ich persönlich als Soziales Netzwerk hochinteressant, da es dort keine Freunde gibt und alles zufällig abläuft.

    Liebe Grüße vom
    Markus

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