Social-Media-Talk Interview mit Christiane Germann

Social-Media-Talk Interview mit Christiane Germann

Christiane kenne ich seit dem wunderbaren Summercamp Alfeld 2014, welches von Kai Thrun organisiert wurde. Damals war Christiane Social Media Managerin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und hat einen spannenden Vortrag dazu gehalten.

Ich fand es spannend, dass Behörden in sozialen Netzwerken aktiv sind und was dort geschieht. Shitstorms waren damals ein großes Thema und Christiane hat uns ihre persönlichen Erlebnisse dazu geschildert. Seitdem lese ich gerne was sie schreibt und empfehle allen, die sich für Social Media und Behörden interessieren, es auch zu tun. Fangt am besten hier mit ihren Antworten auf meine Fragen an.

 

Bitte nenne uns deinen Vor- und Nachnamen

Christiane Germann

 

Bitte erzähle etwas über dich. Wo du herkommst, wo du wohnst, was du gerne machst. Oder was auch immer du anderen über dich sagen möchtest.

Ich bin passionierte Großstädterin und wohne seit kurzem in meiner Lieblingsstadt Berlin. Im Netz und insbesondere dem Social Web fühle ich mich aber genau so zu Hause.

 

Gib uns drei Hashtags, die dich kurz und prägnant beschreiben

#stadtleben

#socialmedia

#amtzweinull

 

Was machst Du im Augenblick beruflich?

Hauptberuflich bin ich Social Media Managerin im Bundesministerium des Innern und betreue dort den Twitter- und YouTube-Kanal. Nebenbei gebe ich Fortbildungen und Workshops für andere Behörden und helfe Ihnen, Facebook, Twitter, Instagram und Co. „richtig“ zu nutzen. Über das Thema Social Media in und für Behörden blogge ich auch unter www.amtzweinull.com.

 

Wie kamst Du dazu, Social Media beruflich zu machen?

Wie die meisten: über Umwege. Ich habe Verwaltung studiert und wollte aber eigentlich immer was mit Medien machen. Ich habe dann noch ein Studium zur Medienwirtin dran gehangen. Als ich fertig war, begannen Behörden gerade, von „wir sagen nur so viel wie nötig“ auf professionelle Öffentlichkeitsarbeit umzustellen – auch über soziale Netzwerke. Da ich privat schon lange und passioniert in den sozialen Medien unterwegs war, konnte ich an der Stelle Aufbauarbeit leisten – und bin in Behörden hängen geblieben. Inzwischen liebe ich die Nische, die ich beruflich gefunden habe!

 

Social Media ist ein breites Feld geworden. Auf welcher Spielwiese fühlst du dich am wohlsten und warum?

Ich bin ein Fan von Facebook, Twitter und Instagram – auch, wenn es spannend ist, neue Sachen wie Snapchat wachsen zu sehen.

 

Was ist oder war dein größter, persönlicher Social Media Erfolg?

Da gab es schon einige schöne Momente. Ich war sehr stolz, als ich das erste Mal einen Vortrag auf der Allfacebook Conference halten durfte. Der schönste Moment in diesem Jahr war bisher, als wir nach über einem halben Jahr Konzept- und Vorbereitungsphase den Twitter-Kanal des Bundesinnenministeriums gestartet haben, die ersten Tage an Retweets und Follower all unsere Erwartungen überstiegen und wir direkt auch sehr positive Presse dafür bekamen. Hier zeigt sich, dass es sich lohnt, sich länger ein gutes Konzept zu überlegen.

 

Wenn du eine Sache auf einer Social Media Plattform ändern dürftest, was wäre das?

Ich warte noch darauf, dass man bei Facebook auch als Seite/Institution Gruppen eröffnen kann. Das würde Behörden die Möglichkeit eröffnen, noch besser mit ihren Zielgruppen (Bürger, Presse,…) zu kommunizieren.

 

Tools sind wichtig um Zeit zu sparen oder effizient zu sein. Viele interessiert, mit welchen Tools Social Media Profis arbeiten. Was nutzt du gerne und warum?

Im BMI nutzen wir 247Grad Connect. Ich mag das Tool, weil es auf das Wesentliche reduziert ist und eine schöne Benutzeroberfläche hat. Die Arbeit im Team wird dadurch sehr erleichtert.

 

Gib uns einfach deine Gedanken zu … Twitter

#LoveTwitter

 

Gib uns einfach deine Gedanken zu … Facebook

Ich bin seit 2008 bei Facebook und poste immer noch begeistert mein Essen dort. 😉 Eine schöne Plattform, um sowohl Privates, als auch Berufliches zu teilen, sich zu verabreden und zu chatten.

 

Gib uns einfach deine Gedanken zu … Instagram

Bei Bildern ist mir Ästhetik wichtig, und genau das findet man bei Instagram. Ich liebe die Filter und poste dort sehr gerne eigene Lifestyle-Bilder. Berlin bietet auch immer wieder schöne Kulissen.

 

Gib uns einfach deine Gedanken zu … Snapchat

Snapchat nutze ich bisher nur passiv, um bei dem ein oder anderen Promi ein wenig hinter die Kulissen zu schauen. 😉 Ich denke, bei Snapchat muss man als aufpassen, nicht all zu sehr ins Alberne und Banale abzugleiten. Für die Behördenkommunikation sehe ich es bisher eher nicht.

 

Gib uns Links – Wo findet man dich in den sozialen Netzwerken?

Auf meinem Blog www.amtzweinull.com, meiner Facebook-Seite facebook.com/amtzweinull, bei Twitter unter twitter.com/amtzweinull, bei Instagram unter instagram.com/amtzweinull.

 

Was du immer noch zum Thema Social Media sagen wolltest, aber keine passende Frage dafür da war:

Was ist an Social Media eigentlich so toll? Was viele unterschätzen: Die vielen kreativen Möglichkeiten. Social Media vereint Fotografie, Bildbearbeitung, Schreiben, Wortwitz,…man kann sich wunderbar kreativ austoben und gleichzeitig kommunizieren. Das mag ich daran.

Liebe Christiane, vielen Dank für deine Zeit und die Beantwortung unserer Fragen.

 

 

 

Torsten

Gründer und Inhaber der Internetagentur numero2, zertifizierter Social Media Manager und Social Media Enthusiast. Verfügbar auf (fast) allen Social Media Plattformen. Spezialist für digitales Marketing und Kampagnen.

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