10 Content-Ideen für den Einzelhandel

Viele Geschäftsinhaber und Einzelhändler haben mit Social Media Präsenzen das gleiche Problem. Ständig sollen neue und interessante Beiträge verfasst werden. Weil nichts besseres einfällt, werden oft gleiche Artikel mach dem Schema „Produkt-Preis-Öffnungszeiten“ publiziert. Leider interessiert das nicht viele Besucher, denn warum sollte sich jemand auf Facebook virtuellen Preisprospekte eines Ladengeschäftes ansehen?

Was wollen Besucher auf der Social Media Präsenz eines Einzelhändlers?

Besucher einer Facebook-Seite wissen, dass es sich um eine Einzelhandels-Präsenz handelt und nicht um einen Onlineshop. Beweggründe für den Besuch sind auch nicht im direkten Kaufwunsch zu sehen, dafür wäre ein Onlineshop besser geeignet. Vermutlich kommen die Besucher unter anderem auch aus folgenden Gründen:

  • Das Geschäft einfach mal kennen lernen.
  • Wissen, wer das Geschäft betreibt.
  • Wie sieht der Geschäftsinhaber aus?
  • Wo ist das Geschäft zu finden?
  • Wie sieht die Gegend um das Geschäft aus?
  • Ist das Warenangebot interessant?
  • Wird das Warenangebot schön präsentiert?
  • Wie ist die Qualität der Waren einzuschätzen?
  • Wie ist die Beratung oder der Service im Geschäft?
  • Lohnt es sich, das Geschäft zu besuchen?

Mit diesen Gedanken kommen Menschen auf die Social Media Präsenz. Den Besuchern dann einfach Produkt-Preis-Öffnungszeiten Beiträge anzubieten, wirkt wahrscheinlich abschreckend. Besucher möchten Antworten, beispielsweise auf die oben aufgeführten Fragen. Darauf können besonders Facebook-Seitenbetreiber sehr gut reagieren.

10 Beispiele mit sinnvollem Content für Einzelhändler

Erzähle die Geschichten hinter dem Geschäft

Ziemlich sicher kommt niemand als Einzelhändler auf die Welt. Irgendwann wurde also der Entschluss gefasst, ein Geschäft zu eröffnen. Erzähle darüber, wie du auf die Idee gekommen bist und wie der Weg bis dorthin war. Sage, was dich bewegt hat, genau diesen Laden zu eröffnen. Zu diesen Geschichten passen gut Bilder von dem Geschäft aus vergangenen Zeiten oder auch aktuell von heute.

Stelle dich den Besuchern vor – wer bist du?

Im Gegensatz zu Onlineshops oder Großkaufhäusern lebt das Einzelhandelsgeschäft ganz besonders von den Menschen, die jeden Tag darin arbeiten. Als Inhaber bist du natürlich die wichtigste und interessanteste Person für Kunden und Besucher. Erzähle etwas von dir. Spreche von den Vorstellungen, die in das Geschäft eingeflossen sind. Spreche über deine Leidenschaft für das Geschäft. Lasse die Besucher spüren, dass in diesem Geschäft jemand steht, der das mit Haut und Haaren gerne macht. Besucher sollen Lust darauf bekommen, dich kennen zu lernen.

Inhaber Einzelhandelsgeschäft

Wie sieht der Chef denn aus?

In der heutigen Zeit sind Bilder schnell gemacht und ebenso schnell in den sozialen Netzwerken verteilt. Daraus erwächst auch in gewissem Maße eine Erwartungshaltung. Die Besucher in sozialen Netzwerken möchten wissen, wie der Chef aussieht. Ist der symphatisch? Wirkt der vertrauenserweckend? Macht er einen kompetenten Eindruck? Diese Fragen lassen sich wunderbar durch Bilder beantworten.

Bilder vom Geschäftsinhaber der freundlich lächelnd einen Kunden bedient, werden ihre Wirkung nicht verfehlen. Oder Bilder während einer etwas komplizierten Tätigkeit für einen Kunden. Im Idealfall sollten die Bilder nicht einfach mit einem Smartphone gemacht werden – nicht wegen dem Gerät. Fotografen haben meistens ein besseres Auge und Gespür für Stimmungen und daher werden die Bilder noch besser sein.

Die Ausgabe für einen guten Fotografen lohnt sich. Vor allem, wenn dein Bild über einen möglichen Neukundenbesuch entscheidet. Smartphonebilder können auf jeden Fall zusätzlich eingesetzt werden, auch um passende Situationen kurzfristig nutzen zu können.

Wo ist das Geschäft denn zu finden?

Ein erheblicher Anteil der Besucher auf deinen Social Media Präsenzen werden aus der Nähe kommen. Zeige ihnen, wie das Geschäft von außen aussieht, damit sie es wiedererkennen. So haben sie es leichter, wenn sie zu dir kommen wollen. Informiere über eventuelle Baustellen oder Umleitungen, die einen Besuch erschweren könnten. Zeige Bilder von der Straße in der das Geschäft zu finden ist, das ist eine gute Orientierungshilfe. Hinweise auf Parkplätze sind auch gerne gesehen.

Wie sieht die Gegend um das Geschäft aus?

Es ist wichtig, zu Menschen in sozialen Netzwerken eine gewisse Vertrauensbasis aufzubauen. Unsicherheit zu nehmen, gehört dazu. Zeige den Besuchern deiner Seite, wie der Stadtteil aussieht, in dem dein Geschäft ist. Erkläre, dass du ein Teil dieses Stadtteiles bist und zeige schöne Bilder davon. Wenn die Umgebung angenehm ist, dann kommen Menschen auch gerne zu dir in das Geschäft.

Gibt es ein interessantes Warenangebot?

Die meisten Kunden in Geschäften haben etwas Bestimmtes im Sinn, wenn sie das Geschäft betreten. Im Idealfall finden sie mehr interessante Waren, als sie eigentlich suchten und kaufen mehr, als sie vorhatten. Zeige deine Waren von der besten Seite. Zeige zueinander passende Produkte. Erzähle, wo die Waren herkommen und warum du sie genau dort kaufst. Vielleicht gibt es in deinem Geschäft etwas Besonderes, was andere nicht haben? Erzähle es. Natürlich mit Bild.

Warenpräsentation im Einzelhandel

Wie ist die Warenpräsentation?

Nicht auf der Facebook-Seite, sondern im Ladengeschäft. Zeige Bilder vom dekorierten Schaufenster, der Auslage. Mache Lust und wecke Interesse mit schön angebotenen Waren. Der Facebook-Besucher soll Lust bekommen, sich die Ware „live“ anzuschauen.

Wie ist die Qualität der Waren einzuschätzen?

Erzähle, warum du die Produkte des Lieferanten „A“ verwendest. Wenn dafür mehr Informationen benötigt werden, frage den Lieferanten. Frage nach, warum die Produkte besonders gut sind. Vielleicht gibt es auch Informationsmaterial aus dem diese Informationen entnommen werden könne. Egal wie, erzähle auf deiner Social Media Präsenz darüber. Nicht wie ein Schulmeister, sondern eher wie ein Freund der einem anderen erklären würde. „Ich kaufe gerne die Socken von, weil ….“

Gibt es gute Beratung und Service im Geschäft?

Machen wir uns nichts vor. Viele kaufen in Onlineshops, weil es einfach billiger ist. Daher kommen vermutlich wenig Menschen mit der Erwartung von Tiefstpreisen in ein Ladenlokal. Mit Beratung und Service von echten Menschen sind Ladengeschäfte immer noch der Onlinewelt voraus. Das musst du jetzt unbedingt den Besuchern auf deiner Social Media Präsenz glaubhaft erzählen.

Am Besten durch knifflige Fälle, in denen einem Kunden eine tolle Lösung oder ein passendes Produkt geboten wurde. Es lässt sich sogar eine Beratungsserie daraus machen und durch regelmässiges posten wird die Fachkompetenz bei den Besuchern ausgebaut bzw. verfestigt.

Einzelhandelsgeschäft besuchen

Lohnt es sich für mich, das Geschäft zu besuchen?

Lieber Ladeninhaber, komme jetzt bloß nicht auf die Idee, mit irgendwelchen Rabatten oder Nachlässen wild herumzuwerfen. Das ist doch für die Kalkulation und deinen Geldbeutel richtig schlecht. Erzähle lieber den Besuchern, wie spannend oder interessant es ist, in das Geschäft zu kommen. Vielleicht gibt es eine regelmässige Beratungsstunde zu bestimmten Themen? Gibt es einen besonderen Service, der online undenkbar wäre wie beispielsweise eine gemütliche Sitzecke für den Mann, eine Playstation für das Kind, eine riesige Umkleidekabine mit Getränk? Zeige es und spreche drüber. Und wenn Du nichts hast, mache etwas und berichte darüber.

Fazit: Preise posten ist tödlich. Interesse wecken wird belohnt.

Die Hauptmission von Social Media ist, Besucher aus der virtuellen Welt in das reale Ladenlokal zu bekommen. Fast jeder weiß heute, das Waren online meistens billiger zu haben sind, als im Ladengeschäft. Wenn man sich auf diesen Kampf einlässt, hat man schon verloren bevor der Gong zur zweiten Runde kommt.

Besser auf anderen, nicht onlinefähigen Ebenen Interesse wecken, damit jemand in das Geschäft kommt. Wichtig ist auch, nicht nur einmal im Monat etwas zu veröffentlichen. Je öfter sinnvolle Inhalte veröffentlicht werden, um so mehr steigt die Wahrnehmung und Reichweite in den sozialen Netzwerken. Dazu noch etwas Facebook-Werbung statt Zeitungswerbung und es kann anfangen, richtig Spaß zu machen.

 

 

 

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